Warum schützt der Neoprenanzug vor Kälte?

Warum schützt der Neoprenanzug vor Kälte?

Möchte man tauchen, so gehört zur Taucherausrüstung auch ein Tauchanzug. Beim Tauchanzug handelt es sich in der Regel um einen sogenannten Neoprenanzug. Aus was der Neoprenanzug im Detail hergestellt ist und wie er vor Kälte schützt, wird nachfolgend kurz vorgestellt. Weitere Informationen zum Thema findet man auch unter neopren-anzug.info.

 

Darum schützt ein Neoprenanzug vor Kälte

Je nachdem wo und wie tief man taucht, kann ein Körper schnell auskühlen. Um das zu verhindern, aber vor anderen möglichen Gefahren wie Schnittverletzungen oder dergleichen, sollte man einen Neoprenanzug tragen. Beim Neoprenanzug handelt es sich um einen sogenannten Ganzkörperanzug. Das bedeutet, mit Ausnahme vom Gesicht, den Händen und den Füßen sind alle Körperteile bedeckt. Wobei es mittlerweile auch andere Formen von einem Neoprenanzug gibt. Hier ist die Rede von sogenannten Shorty-Neoprenanzügen, hierbei werden nicht alle Körperteile bedeckt. Bei den Ganzkörperanzügen sei noch zu erwähnen, dass es hier verschiedene Ausführungen gibt. So gibt es hier einen Nassanzug, einen Feuchtanzug, einen Halbtrockenanzug und letztlich einen Trockenanzug. Hier muss man aber aufpassen, gerade ein Halbtrocken- und der Trockenanzug ist nicht aus Neopren hergestellt.

Ein Neoprenanzug besteht aus verschiedenen Schichten, die Außenschicht ist hierbei Neopren und die Innenschicht je nach Modell entweder Frottee oder Nylon. Je nach Modell kommt der Neoprenanzug auf eine Stärke von 2 bis 8 mm. Die Stärke ist nicht unwichtig, den dadurch ist der Widerstand im Wasser deutlich höher. Aus diesem Grund eignet sich ein solcher Anzug zum Beispiel beim Schwimmen nur bedingt. Die Stärke vom Neoprenanzug ist aber auch hinsichtlich seiner Isoliereigenschaft nicht unwichtig. Je stärker hier die Dicke ist, umso besser isoliert er und dadurch ist der Wärmeschutz umso höher.

So funktioniert ein Neoprenanzug

Die Funktionsweise von einem Neoprenanzug ist hier denkbar einfach. Der Neoprenanzug saugt sich mit Wasser voll, dieses wird vom Körper aufgewärmt und sorgt letztlich für die Isolierung vor Kälte. Ein Auskühlen ist dadurch nicht mehr möglich. Damit es bei der Isolierung keine Schwachstellen gibt, ist bei einem Neoprenanzug der richtige Sitz sehr wichtig. So sollte der Neoprenanzug nicht zu eng, aber auch nicht zu locker sitzen. Würde zu eng sitzen, so wäre dieses im Hinblick auf seine Isoliereigenschaften schädlich, da er dann zu stark auf der Haut aufliegt. Aus diesem Grund sollte man bei einem Neoprenanzug immer auf ein bisschen Luft zwischen dem Anzug und der Körperhaut achten.

Ein Neoprenanzug kann aufgrund seiner gummiartigen Struktur ein solches Treffen zwischen dir und dem Wasser abschwächen und so vor Prellungen schützen.
Hautschutz – Trapez und Sonne vs. Haut

Falls das Trapez nicht optimal sitzt oder deine Haut noch nicht daran gewöhnt ist, kann es durch die Reibung scheuern. Als zweite Haut schützt hier ein Neoprenanzug vor Scheuerstellen. Aber auch bei einem ungewünscht langen Kontakt mit dem Sand kann der Anzug vor Schürfwunden schützen.
Beim Kiten verbringst du viel Zeit auf dem Wasser und in der Sonne und es ist ja bekannt, dass die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche reflektieren und so die negative Wirkung der UV-Strahlen für die Haut sogar noch vergrößert wird. Sprich, ein Sonnenbrand ist kaum vermeidbar und auf einer großen Hautfläche auch gefährlich. Schutz vor Sonnenbrand bieten dir (wasserfeste) Sonnencreme und der Neoprenanzug. Informiere dich aber vorher in den Herstellerangaben, ob dein Anzug den Kontakt mit diesen Cremes oder Ölen verträgt.
Und natürlich Kälteschutz

Kitesurfen bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen klingt nicht als wäre ein Neoprenanzug nötig, um sich vor Kälte schützen zu müssen. Allerdings gibt es einige Gründe, unter anderem eine physikalische Erklärung, weshalb nasse Haut in der Sonne ebenso abkühlt. Zum einen kann der Gegenwind beim Kiten die nasse Haut ziemlich auskühlen und zum anderen findet ein Verdunstungsvorgang des Wassers auf der Haut statt.
Wenn man an die Schweißbildung denkt, weiß man, dass dieser auf der Haut Kälte erzeugt. Das geschieht auf Grund der Verdunstung, die folgendermaßen abläuft. Damit das Wasser vom flüssigen Zustand in den gasförmigen übergehen kann, muss es erwärmt werden. Diese Wärmeenergie wird neben der Körperwärme auch von der Umgebung entzogen. Es werden also sowohl der Körper als auch die Umgebung durch die Abgabe der Wärme kälter. Dieser Vorgang nennt sich Verdunstungskälte. Ein Neoprenanzug als zweite Haut verhindert also die direkte Auskühlung der Haut.

Clara Stewart

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